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Über die medizinischen Fachgebietsgrenzen hinweg

Über die medizinischen Fachgebietsgrenzen hinweg gewinnt die Einbringung von Implantaten stetig wachsende Bedeutung.

Es kann dabei die Anfertigung von individuell angefertigten Implantaten (Prothesen, Sonderanfertigungen) und industriell gefertigten Implantaten (Hüftprothesen, Herzklappen und -schrittmacher, Linsenimplantate, Osteosynthesen, Mammaplastiken) unterschieden werden. Im erstgenannten Bereich sind Gesundheitshandwerker (z.B. Zahntechniker) am Behandlungsvorgang unmittelbar beteiligt, im anderen Fall sind die Vorgaben der Medizinproduktehersteller bei der Anwendung der Implantate zu beachten. Der Begriff der Implantation umfasst die Einpflanzung, Einheilung von Stoffen und Teilen, die in Erfüllung von bestimmten Ersatzfunktionen für einen bestimmten Zeitraum oder dauerhaft in den menschlichen Körper eingebracht werden.

Soweit natürliche Implantate von menschlichen Spendern eingesetzt werden, spricht man von der Implantation eines Transplantates. Der Begriff der Transplantation meint die Übertragung von Zellen, Geweben oder Organen auf ein anderes Individuum oder eine andere Körperstelle zu therapeutischen Zwecken (Haut, endokrine Organe, Herz, Leber, Thymus, Knochenmark).

Zu differenzieren ist weiterhin danach, ob das Implantat planmäßig eingegliedert wurde oder ob ein Fremdkörper versehentlich zurückgelassen wurde. In dem letztgenannten bestehen jedenfalls gesteigerte Informationspflichten. Regelmäßig ist in den Behandlungsunterlagen zu dokumentieren, welcher Liefercharge das implantierte Produkt entstammt. Der Patient ist durch die Aushändigung eines Implantatpasses über Verhaltensanweisungen für das Leben mit diesem Implantat zu unterrichten.